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ZU GUTER LETZT

...muss doch das ein oder andere gesagt werden.

 

Was wirklich schade ist: das Unverständnis und das Fehlen des Willens zum Verstehen. Und das doch nur aus Angst vor Verletzung.

So viel Gutmenschenheuchelei wie ich sie um mich herum erlebe, kann ich nicht ertragen. Ein jeder ist letztendlich auf sein eigenes Wohl bedacht. Ich denke lang genug um zu wissen, dass ich auch so handeln würde, stellte man mich vor gewisse Entscheidungen. Doch der Wille zum Versuch ist da!

Doch warum diese Heuchelei? Sie ist doch nur das Mittel zum Zweck, dem Zweck, Verletzungen zu vermeiden. Der Geschäftsmann nimmt entweder den Kunden oder den Mitarbeiter aus - im Zweifel beide - moderates Handeln liegt ihm fern. Gewinnmaximierung ist das Ziel - ein gesundes Mittel ausgeschlossen. Ein Verstehen ungewollt. Warum anders, wenn es auch so geht? Und belegt wird das Ganze mit marktwirtschaftlicher Argumentation. Führte man sich Konsequenzen vor Auge, mischte sich das schlechte Gewissen ein. Und davor hat man Angst. Also wäscht man zusätzlich das Gewissen mit Sammelaktionen um Kindern in fernen Ländern die Beine wieder anzunähen und unterstellt gesellschaftlichen Randgruppen mit unscheinbarem finanziellen Hintergrund latente Schuld. Das ist einfach - und wirksam. Einseitig.

Im privaten Bereich das selbe: Solange Empathie unterdrückt wird, kann sich Nachdenken nicht wirklich einstellen und das Leben plätschert fröhlich vor sich hin. Das ganze ist ein charakterloses Daherleben, zernagt unterbewusst - aber damit ist ja immernoch leichter umzugehen, als mit schwarz-weißen Ansagen. Das machte nämlich möglicherweise unbeliebt, denn nicht immer gefällt, was man denkt. Doch die Angst vor der eigenen Verletzung ist größer.

Sollte ich wirklich so falsch liegen mit der Annahme, dass ein Quentchen Wille zum Verstehen durchaus erwartet werden kann? Ob im großen Ganzen oder im privaten Kleinen? Ich kann mich noch immer nicht von der Vorstellung trennen, dass schließlich alles im Leben nur den einen romantischen Zweck hat, dass Dinge nicht grundlos einander bedingen, dass hinter allem ein Sinn steckt, dass hinter allem Herz steckt. Unser Leben ist eine Komposition aus Strudeln - einigen großen, manchen kleinen, viele schnell, andere langsam, welche bleiben, wenige verschwinden wieder. Einige Strudel sind hartnäckig. Man muss sie mit einer schnellen und bestimmten Handbewegung von der Oberfläche schubsen. Und irgendwie sind sie alle mit Grund da. Und - ach ja - da gibt es auch noch den Mut - und den muss man sich selbst zeigen und anderen.

18.8.08 16:05
 


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