Startseite
  Über...
  Archiv
  Kurzgebratenes
  La ÚLTIMA foto
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Links
   



http://myblog.de/lexiblog

Gratis bloggen bei
myblog.de





Gewitterziege und mein neuer Freund

Es klatscht mal wieder - natürlich und wie immer keinen Beifall, sondern geradwegs mit der flachen Hand ins Gesicht. Kurzfristige Schmerzen aber wenigstens keine Langzeitfolgen. Herrlich. So kennen und so mögen wir das.

Der KSK ist nun endlich gelaufen und es stellt sich die Frage, was ich jetzt mit meinen Donnerstag Abenden anfange, da doch jetzt die Vorbereitungstreffen wegfallen. Bisher war das eine tolle Möglichkeit sich mal anständig aufzuregen - hinterher jedenfalls. Ich brauche ein neues Hobby.  Oder ich studiere zur Abwechslung mal wieder. Tolle Idee - so soll es sein. Ich werde im Übrigen niemals Kunstgeschichte studieren. Und auch niemandem dieses Studium empfehlen, der nicht von vornherein soziophob und charakterschwach ist - Koljas Parodie ist hervorragend, aber leider schonungslos wahr. Meine Freunde, die Kunstgeschichte studieren, sind selbstverständlich von jeglicher Kritik ausgeschlossen! (Anmerkung: Ich umgebe mich in letzter Zeit zuviel mit Kunst und habe mich schon viel zu lange nicht tüchtig über Deregulierung aufgeregt.)

Es kann außerdem zur Aktualisierung des Kenntnissstands des Lesers angemerkt werden, dass ich in diesem Jahr bereits viele neue Bekanntschaften zu verzeichnen habe. Das ist nicht immer gut. Aber auch nicht immer so schlecht, wie es sich zunächst anhört. Frauen lernt man als Frau ja nicht kennen übrigens. Nicht mehr, jedenfalls. Zumindest ich nicht. Aber das hat bestimmt etwas mit der Haarfarbe zu tun. Das sagt auch Klarissa und behauptet weiterhin, dass blond besser gewesen sei. Ich zweifel das an, auch wenn Klarissa sehr oft recht hat. Jedenfalls waren, bzw. sind diese Bekanntschaften  oft ausgesprochen seltsame Vögel. Das widerum kann nicht an der Haarfarbe liegen, sondern am Ozonloch.  Und weil das immer größer wird und Kongruenz besteht, werden die Vögel auch immer komischer - das dürfte ja wohl jedem einleuchten.

Also kleine Vogelkunde: Meine erste Bekanntschaft in diesem Jahr heißt sogar wie ein Vogel, kommt charakterlich aber nicht an seinen Namensvetter heran, sondern ist eher der Typ "Boderline-Rohrspatz". Nicht weniger Borderliner, aber dafür doch eher unterhaltsam und lustig: der "eingeschnappte Ara", gefolgt vom "manischen Buntsprecht", der so ziemlich alles gerne abklopft - hä? Und last - not least in der gekürzten Fassung des bunten Vogel-lexi-kons des 1. Halbjahres `08: der "Flugbehinderte Kolibri". Der ist toll und vor allem sehr bunt. ...ich sehe mich ja eher als eine vom Aussterben bedrohte Hühnchenart, obwohl ich lieber eine Ente wäre. Oder ein Storch. Die finde ich besonders toll. So exotisch wie Rosa immer sagt, ist nämlich niemand.

Neulich hat´s gewittert. Das war sehr schön und immer dann, wenn man dachte, dass es jetzt bestimmt nicht mehr stärker regnen könne, wurde es doch nochmal mehr.

Sind Kolobris eigentlich monogam?

 

 

2.6.08 12:15


Werbung


Gewitterziege - Teil II

Weil heute ein so schöner verschwendeter Tag ist, reicht es nicht aus sich mit seinen Gedanken gehen zu lassen - zumindest sollen doch bitte auch alle, die verrückt genug sind diese Seite immernoch zu öffnen, in Mitleidenschaft gezogen werden.

Nachdem ich heute bereits kurzfristig und noch dazu rechtswidrig verheiratet war (nun rechtsgültig wieder altbekannte Zustände), hatte sich der Spannungspott für heute scheinbar auch schon ausgeschöpft. Jedenfalls verdient die Arbeit ihren Namen heute wirklich nicht und ich finde es schade, denn Ablenkung hätte mich unterhalten. Außerdem kämpfe ich noch immer mit dem alten Solidaritätsbrot... Statt der Kopfsprünge in die Arbeit beschäftigte ich mich jedoch fatal mit Bauchklatschern und Informationen. Informationen... oh jeh. Schillerndes Internet - warum filterst Du nicht je nach User? Seb, hier gibt es was für Dich zu tun. Du könntest der Menschheit jede Menge Herzinfarkte und Baldrianperlen ersparen - also denk Dir bitte etwas aus! Die Ärzte und Pharmazeuten können ja dann einfach streiken. Dann ist das mit dem Soli-Brot nämlich auch wieder in Ordnung.

2.6.08 17:37


Staubelle

Die Baustelle vorm Büro gibt nicht nach. Das ist gut. So wird die Langeweile wenigstens von den Kopfschmerzen besiegt. Hä? Nee, ganz so isses ja nun doch nicht, hab ich gesagt, sach ich. Und gleich ist Schluss. Nach Japan schaffe ich es wohl trotzdem nicht mehr. Und das liegt dann an nicht an Sebs Geburtstag. Sondern eher an den Wirrungen.

Alleez les bleus!

3.6.08 13:52


Die Fahnen wehten - es war eine wunderbare Stimmung im ganzen Land

"Was solls? Warum immer nörgeln und aufregen? Es bringt ja doch nichts, das ständige Wehren. Und der Einzelne kann ja sowieso nichts tun. Und außerdem - ich stand immer nur am Rand und hab nie gewunken," sagt der dicke Deutsche und beißt in die fettig-triefende Bratwurst vom Public Viewing-Imbiss. "Ja, ne, ist klar," sag ich und breche. 

So war es damals und so ist es heute. Die Fussballnazis sind zurück und mit ihnen diese spontan agressiven Farben, die ganz bestimmt Augenkrebs machen, und die Bombenstimmung - aber Obacht: nur, wenn Deutschland Tore schießt. Ansonsten wird den Ausländern einfach wieder fernab der Stadien auf´s Maul gehauen. Und zum Italiener geht man ja seit dem WM-Desaster aus Prinzip auch nicht mehr, übrigens...nur haben das die meisten der Freizeitnazis schon längst wieder vergessen. Mehr Erinnerungsvermögen als zwischen Wand und Tapete passt, hatte ich ihnen ja nie zugesprochen. Insofern mal ein schöner Fauxpas der Natur.

Die EM ist schon was Verrücktes. Menschen, die sich sonst nicht die Bohne um Fussball kümmern ziehen sich Trikots an und schinden ihre Organe in wilden Chören auf öffentlichen Plätzen. Die WM tat´s bereits und die EM kann es auch: Peinlichkeit verdrängen, Kritikfähigkeit verdrängen, Ästhetik verdrängen und Fremdschämen wie unnötige Butterberge und Milchseen entstehen lassen. Bah. Wer nicht vom Bierglas auf den Beinen gehalten in den Massen vor Großbildleinwänden mitfiebert, der sitzt wie mit Patex festgeklebt vor der heimischen Röhre und röhrt eben alleine, wenn der Schiri mal wieder - natürlich vollkommen unberechtigt - seine Karten verteilt. In der Pause (Halbzeit heißt es korrekt, Verzeihung...) labern dann zugekleisterte Männer mittleren Alters über das, was bisher geschah und über das, was vermutlich noch geschehen wird. Blödsinn. Sieht doch zum Einen jeder, der hinguckt. Zum Anderen wird man doch eh vom Kommentator totgequatscht. Wer in der Halbzeit noch nicht taub ist, der guckt wohl den chinesischen online-livestream...

Der kritische Leser fragt sich sicher seit geraumer Zeit, wie es denn dazu kommt, dass ich überhaupt das Thema Fussball auch nur dulde. Nun ja. Das bedarf tatsächlich einer Erklärung und ich möchte meinen, es verhält sich wie mit Porree. Das bestimmte Dinge nicht von Grund auf schlecht sind und es immer auf die Kombination ankommt, muss einem halt in einigen Fällen erklärt, beigebracht oder gezeigt werden. Während Porreeauflauf wohl weiterhin verabscheut bleiben wird, so werde ich auch nie mit Deutschlandkäppi zum public viewing antreten. Ein kleiner Lauch jedoch versaut nicht grundsätzlich jede Mahlzeit - so, wie Fussball gucken mit kritisch-sarkastischem und ausschließlich verbalem Nazitotschlag durchaus vergnüglich sein kann. Fahnen, Gegröle, Hupen, Tölen und Brechen wird jedoch weiterhin überhaupt nicht akzeptiert. In diesem Sinne: Bitte dran halten.

Und rülpsen darf auch nur Tini.

9.6.08 14:45


Herrrrliche Situationen!

Stark, prima, geil - und das gilt nicht immer ausschließlich für Fußball! Heute gilt das meines Erachtens für Gerichtsurteile und man darf gespannt sein. Hells Angels gegen Bandidos - der letzte Akt wird heute im Landgericht Münster aufgeführt. Es werden 1000 Rocker aus Pfefferland erwartet - diesmal nicht mit Autos, sondern mit Moppeds. Primchen, denke ich mir und freue mich ganz besonders, dass das Auto irgendwo dazwischen steht. Ich werde also zum Ausparken noch länger brauchen als sonst schon. Aber auch das kann mir den heutigen Tag nicht verderben, denn wie ich auf dem Weg zur "Arbeit" gesehen habe, hat man auf den betroffenen Parkplätzen Würstchenbuden und Bierzelte aufgebaut. - Die Rocker wollen versorgt sein. Und, wie Matthias sagt, nur spielen. Deshalb sollte ich mir keine Sorgen um mein Ab- bzw. Weiterleben machen. Gut, denke ich mir und freue mich auf die Pommes mit den Lederrockern.

Im Zweifel gucken die ja Fussball - dann ist der ganze Zauber gegen 18 Uhr ja auch schonwieder vorbei. Und vielleicht kommt ja einfach der Richter auch nicht und alle gehen nach fünf Minuten wieder - dann wäre es wie beim Betriebssport. Schöner Betriebssport besonders für Männer im Alter... schonende Bewegung und nicht zuviel Anstrengung für´s Herz, hieß es gestern und der Gegner weigerte sich anzutreten - oder was auch immer diesem Deluxe-Turnier im Wege stand... Ich hätte mein drittes live-Fußballspiel gefeiert. Stattdessen regnete ein Lui über mich. Toll und Danke.

Aber zurück zum Rocker: Ich bin gespannt. Vielleicht gibt´s neben der Pommesbude ja auch nen Tattoostand mit Sonderaktionspreisen. Fünf Euro für 'ne Deutschlandfahne als Arschgeweih - Träume werden wahr!

10.6.08 10:08


Erschreckend nackt und nackt erschreckt

Jaja, großer Spiegel-Aufriss, Dankeschön und aus gegebenen Anlass und ein Auslass über FKK. Und zum Einstieg Folgendes vorweg: Zum tausendsten Male an alle, die noch immer wieder und wieder fragen: Ja, in der DDR gab es FKK. Ja, ich habe es auch gemacht. (Als wäre es wie koksen...) Nein, es hat mir nichts ausgemacht - weil ich sechs war. Punkt. 

So langsam sollte sich vor Augen geführt werden, dass das, was Milka mit der DDR anstellte, die FKK mit dem Westen tat: überrollen! Sogleich gesellte sich nach dem Mauerfall zur neuentdeckten kapitalistischen Gier auch die Scham und die Geschlechter packten sich in strechy Woolworth-Badewäsche ein. Der Westen hingegen baute Solarien, die man betont witzig (und total verfehlt) "Sun-Expresso" nennt um sich erstmal ungesehen und trotzdem nicht zu Hause auszuziehen. Und neulich am KÜ: Nackte! Wessis! Nicht jung! Und dann noch rasiert... There´s something going on - maybe wrong - in Germany....

10.6.08 13:50


Ballast abwerfen - für geistige Sommerfitness sorgen

Im Spion wurde bereits vom Sommer-Six-Pack geredet - in Form von angenehmen Bauchwellen, bzw. nicht minder angenehmem Erfrischungsgetränk. Gott sei Dank ist Petrus dem König Fußball nicht konsequent gnädig gestimmt und versteckt kurzzeitig das gute Wetter. Chance für alle Sportler mal wieder durch die Lieblingsbeschäftigung - und nicht von allein - ins Schwitzen zu kommen. Chance für den Body, Chance für die Fitness.

Doch wo bleibt der Geist? Der Kopf? Das Hirn? Völlig Fußball-gesottene Köpfe wanken Fahrrad-fahrfuchtelnd durch Münster, Fahnen wehen vornehmlich an winzigen Fiestas oder riesigen Bonzenkutschen. Public Viewing interessiert nur bei Deutschlandspielen - ansonsten gibt´s den gesellschaftlichen "Wir-Kick" dank gruppendynamischer Hooligan-Sounds ja nur bedingt. Deshalb wird´s Zeit mal wieder aufzuräumen. Raus mit den miefigen alten Schuhen! Weg mit den mentalen Altlasten! War nicht auch wirtschaftlicher Aufschwung durch die WM propagiert? Wenn schon das damals nicht klappte und die Idee ideologischer Neuanfänge auch schon andere hatten, dann müssen neue Perspektiven im Kleinen her. Frühjahrsputz versäumt? Macht nichts - bis zum Ende der EM ist ja noch Zeit Neues zu formulieren - vor dem Spiel ist nach dem Spiel. Und ob die Wirtschaft nun tatsächlich zu schwingen beginnt - oder der Six-Pack - ist ja erstmal egal: Hauptsache leichter. Und entschlossene 11-Meter-Entscheidungen. GOAL!

12.6.08 15:32


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung