Startseite
  Über...
  Archiv
  Kurzgebratenes
  La ÚLTIMA foto
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Links
   



http://myblog.de/lexiblog

Gratis bloggen bei
myblog.de





Herrrrliche Situationen!

Stark, prima, geil - und das gilt nicht immer ausschließlich für Fußball! Heute gilt das meines Erachtens für Gerichtsurteile und man darf gespannt sein. Hells Angels gegen Bandidos - der letzte Akt wird heute im Landgericht Münster aufgeführt. Es werden 1000 Rocker aus Pfefferland erwartet - diesmal nicht mit Autos, sondern mit Moppeds. Primchen, denke ich mir und freue mich ganz besonders, dass das Auto irgendwo dazwischen steht. Ich werde also zum Ausparken noch länger brauchen als sonst schon. Aber auch das kann mir den heutigen Tag nicht verderben, denn wie ich auf dem Weg zur "Arbeit" gesehen habe, hat man auf den betroffenen Parkplätzen Würstchenbuden und Bierzelte aufgebaut. - Die Rocker wollen versorgt sein. Und, wie Matthias sagt, nur spielen. Deshalb sollte ich mir keine Sorgen um mein Ab- bzw. Weiterleben machen. Gut, denke ich mir und freue mich auf die Pommes mit den Lederrockern.

Im Zweifel gucken die ja Fussball - dann ist der ganze Zauber gegen 18 Uhr ja auch schonwieder vorbei. Und vielleicht kommt ja einfach der Richter auch nicht und alle gehen nach fünf Minuten wieder - dann wäre es wie beim Betriebssport. Schöner Betriebssport besonders für Männer im Alter... schonende Bewegung und nicht zuviel Anstrengung für´s Herz, hieß es gestern und der Gegner weigerte sich anzutreten - oder was auch immer diesem Deluxe-Turnier im Wege stand... Ich hätte mein drittes live-Fußballspiel gefeiert. Stattdessen regnete ein Lui über mich. Toll und Danke.

Aber zurück zum Rocker: Ich bin gespannt. Vielleicht gibt´s neben der Pommesbude ja auch nen Tattoostand mit Sonderaktionspreisen. Fünf Euro für 'ne Deutschlandfahne als Arschgeweih - Träume werden wahr!

10.6.08 10:08


Werbung


Die Fahnen wehten - es war eine wunderbare Stimmung im ganzen Land

"Was solls? Warum immer nörgeln und aufregen? Es bringt ja doch nichts, das ständige Wehren. Und der Einzelne kann ja sowieso nichts tun. Und außerdem - ich stand immer nur am Rand und hab nie gewunken," sagt der dicke Deutsche und beißt in die fettig-triefende Bratwurst vom Public Viewing-Imbiss. "Ja, ne, ist klar," sag ich und breche. 

So war es damals und so ist es heute. Die Fussballnazis sind zurück und mit ihnen diese spontan agressiven Farben, die ganz bestimmt Augenkrebs machen, und die Bombenstimmung - aber Obacht: nur, wenn Deutschland Tore schießt. Ansonsten wird den Ausländern einfach wieder fernab der Stadien auf´s Maul gehauen. Und zum Italiener geht man ja seit dem WM-Desaster aus Prinzip auch nicht mehr, übrigens...nur haben das die meisten der Freizeitnazis schon längst wieder vergessen. Mehr Erinnerungsvermögen als zwischen Wand und Tapete passt, hatte ich ihnen ja nie zugesprochen. Insofern mal ein schöner Fauxpas der Natur.

Die EM ist schon was Verrücktes. Menschen, die sich sonst nicht die Bohne um Fussball kümmern ziehen sich Trikots an und schinden ihre Organe in wilden Chören auf öffentlichen Plätzen. Die WM tat´s bereits und die EM kann es auch: Peinlichkeit verdrängen, Kritikfähigkeit verdrängen, Ästhetik verdrängen und Fremdschämen wie unnötige Butterberge und Milchseen entstehen lassen. Bah. Wer nicht vom Bierglas auf den Beinen gehalten in den Massen vor Großbildleinwänden mitfiebert, der sitzt wie mit Patex festgeklebt vor der heimischen Röhre und röhrt eben alleine, wenn der Schiri mal wieder - natürlich vollkommen unberechtigt - seine Karten verteilt. In der Pause (Halbzeit heißt es korrekt, Verzeihung...) labern dann zugekleisterte Männer mittleren Alters über das, was bisher geschah und über das, was vermutlich noch geschehen wird. Blödsinn. Sieht doch zum Einen jeder, der hinguckt. Zum Anderen wird man doch eh vom Kommentator totgequatscht. Wer in der Halbzeit noch nicht taub ist, der guckt wohl den chinesischen online-livestream...

Der kritische Leser fragt sich sicher seit geraumer Zeit, wie es denn dazu kommt, dass ich überhaupt das Thema Fussball auch nur dulde. Nun ja. Das bedarf tatsächlich einer Erklärung und ich möchte meinen, es verhält sich wie mit Porree. Das bestimmte Dinge nicht von Grund auf schlecht sind und es immer auf die Kombination ankommt, muss einem halt in einigen Fällen erklärt, beigebracht oder gezeigt werden. Während Porreeauflauf wohl weiterhin verabscheut bleiben wird, so werde ich auch nie mit Deutschlandkäppi zum public viewing antreten. Ein kleiner Lauch jedoch versaut nicht grundsätzlich jede Mahlzeit - so, wie Fussball gucken mit kritisch-sarkastischem und ausschließlich verbalem Nazitotschlag durchaus vergnüglich sein kann. Fahnen, Gegröle, Hupen, Tölen und Brechen wird jedoch weiterhin überhaupt nicht akzeptiert. In diesem Sinne: Bitte dran halten.

Und rülpsen darf auch nur Tini.

9.6.08 14:45


Staubelle

Die Baustelle vorm Büro gibt nicht nach. Das ist gut. So wird die Langeweile wenigstens von den Kopfschmerzen besiegt. Hä? Nee, ganz so isses ja nun doch nicht, hab ich gesagt, sach ich. Und gleich ist Schluss. Nach Japan schaffe ich es wohl trotzdem nicht mehr. Und das liegt dann an nicht an Sebs Geburtstag. Sondern eher an den Wirrungen.

Alleez les bleus!

3.6.08 13:52


Gewitterziege - Teil II

Weil heute ein so schöner verschwendeter Tag ist, reicht es nicht aus sich mit seinen Gedanken gehen zu lassen - zumindest sollen doch bitte auch alle, die verrückt genug sind diese Seite immernoch zu öffnen, in Mitleidenschaft gezogen werden.

Nachdem ich heute bereits kurzfristig und noch dazu rechtswidrig verheiratet war (nun rechtsgültig wieder altbekannte Zustände), hatte sich der Spannungspott für heute scheinbar auch schon ausgeschöpft. Jedenfalls verdient die Arbeit ihren Namen heute wirklich nicht und ich finde es schade, denn Ablenkung hätte mich unterhalten. Außerdem kämpfe ich noch immer mit dem alten Solidaritätsbrot... Statt der Kopfsprünge in die Arbeit beschäftigte ich mich jedoch fatal mit Bauchklatschern und Informationen. Informationen... oh jeh. Schillerndes Internet - warum filterst Du nicht je nach User? Seb, hier gibt es was für Dich zu tun. Du könntest der Menschheit jede Menge Herzinfarkte und Baldrianperlen ersparen - also denk Dir bitte etwas aus! Die Ärzte und Pharmazeuten können ja dann einfach streiken. Dann ist das mit dem Soli-Brot nämlich auch wieder in Ordnung.

2.6.08 17:37


Gewitterziege und mein neuer Freund

Es klatscht mal wieder - natürlich und wie immer keinen Beifall, sondern geradwegs mit der flachen Hand ins Gesicht. Kurzfristige Schmerzen aber wenigstens keine Langzeitfolgen. Herrlich. So kennen und so mögen wir das.

Der KSK ist nun endlich gelaufen und es stellt sich die Frage, was ich jetzt mit meinen Donnerstag Abenden anfange, da doch jetzt die Vorbereitungstreffen wegfallen. Bisher war das eine tolle Möglichkeit sich mal anständig aufzuregen - hinterher jedenfalls. Ich brauche ein neues Hobby.  Oder ich studiere zur Abwechslung mal wieder. Tolle Idee - so soll es sein. Ich werde im Übrigen niemals Kunstgeschichte studieren. Und auch niemandem dieses Studium empfehlen, der nicht von vornherein soziophob und charakterschwach ist - Koljas Parodie ist hervorragend, aber leider schonungslos wahr. Meine Freunde, die Kunstgeschichte studieren, sind selbstverständlich von jeglicher Kritik ausgeschlossen! (Anmerkung: Ich umgebe mich in letzter Zeit zuviel mit Kunst und habe mich schon viel zu lange nicht tüchtig über Deregulierung aufgeregt.)

Es kann außerdem zur Aktualisierung des Kenntnissstands des Lesers angemerkt werden, dass ich in diesem Jahr bereits viele neue Bekanntschaften zu verzeichnen habe. Das ist nicht immer gut. Aber auch nicht immer so schlecht, wie es sich zunächst anhört. Frauen lernt man als Frau ja nicht kennen übrigens. Nicht mehr, jedenfalls. Zumindest ich nicht. Aber das hat bestimmt etwas mit der Haarfarbe zu tun. Das sagt auch Klarissa und behauptet weiterhin, dass blond besser gewesen sei. Ich zweifel das an, auch wenn Klarissa sehr oft recht hat. Jedenfalls waren, bzw. sind diese Bekanntschaften  oft ausgesprochen seltsame Vögel. Das widerum kann nicht an der Haarfarbe liegen, sondern am Ozonloch.  Und weil das immer größer wird und Kongruenz besteht, werden die Vögel auch immer komischer - das dürfte ja wohl jedem einleuchten.

Also kleine Vogelkunde: Meine erste Bekanntschaft in diesem Jahr heißt sogar wie ein Vogel, kommt charakterlich aber nicht an seinen Namensvetter heran, sondern ist eher der Typ "Boderline-Rohrspatz". Nicht weniger Borderliner, aber dafür doch eher unterhaltsam und lustig: der "eingeschnappte Ara", gefolgt vom "manischen Buntsprecht", der so ziemlich alles gerne abklopft - hä? Und last - not least in der gekürzten Fassung des bunten Vogel-lexi-kons des 1. Halbjahres `08: der "Flugbehinderte Kolibri". Der ist toll und vor allem sehr bunt. ...ich sehe mich ja eher als eine vom Aussterben bedrohte Hühnchenart, obwohl ich lieber eine Ente wäre. Oder ein Storch. Die finde ich besonders toll. So exotisch wie Rosa immer sagt, ist nämlich niemand.

Neulich hat´s gewittert. Das war sehr schön und immer dann, wenn man dachte, dass es jetzt bestimmt nicht mehr stärker regnen könne, wurde es doch nochmal mehr.

Sind Kolobris eigentlich monogam?

 

 

2.6.08 12:15


KSK Münster: 29.05. - 1.06. 2008

WATCH OUT: www.ksk-münster.de: Referenten, Programm und Informationen...

 

21.5.08 11:20


Die Geräusche der Baustelle vorm Fenster hämmern ins dämmrige und stickige Büro. Das Fenster kann man nicht öffnen - arbeiten wäre unmöglich. Und es geht jetzt schon nicht besonders gut. Ich bin vollkommen übermüdet, sehne mich nach meinem Bett und einem Zimmer ohne Presslufthammer. In meinem Kopf die größte Disko des Jahres.

Ich ertappe mich dabei wie ich immer wieder denke, dass sich alles und alles verändert hat. Doch es ist gar nicht so. Der Tesafilm ist ein anderer, aber er klebt doch erstaunlich gut. Besser als der alte vielleicht sogar. Münster im Frühling ist an der Oberfläche ein Traum. In den Tiefen auch. Nur muss man sich für eine Tauchbahn entscheiden. Im Tauchen war ich nie so gut. Freitag geht´s nach Hause. Eine kleine vorausschauende Reise in die Vergangenheit. Ich habe mir vorgenommen ziemlich zu sparen. Im Sommer muss ich reisen. Aus dem lauwarmen Münster weg, nicht zur Ostsee... vielleicht an einen Ort, den ich noch nicht kenne. Hauptsache ohne Baustellen. Ich bin müde und fahre jetzt irgendwo hin, wo es keinen Lärm gibt.   

20.5.08 13:47


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung