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Na, das war doch reizend! Ein reizendes Ende eines reizlosen Fußballspiels. Naja. Die meisten waren ja doch ein wenig fiebrig, vor den Fernsehgeräten oder den Großbildleinwänden. Auch Tinis Geburtstagsrunde sammelte sich vor der heimischen Röhre - nachdem Suppe und Brottorte vertilgt worden waren - und grunzte die deutsche Mannschaft zum Sieg. ...oder pfiffen oder was auch immer. Mich reizte das sehr. Und ich reizte sie sehr.

Lui sah, so niedlich eingepfercht in der Ecke zwischen Fenster und mit Personen ausgefüllten Nationaltrikots, ebenfalls sehr reizend aus. Mein Lieblings-live-Textkommentator war offensichtlich ebenfalls sehr gereizt, denn er hatte sich gegen die Berichterstattung und für das dynamische Gruppenerlebnis entschieden. Aber auch nicht aus schwarz-rot-goldenen Gründen. Diese jedoch waren für manche so grundlegend, dass nach Abpfiff und dem "mal wieder" deutschen Sieg die Wohnung fluchtartig verlassen wurde. Wir munterten das Geburtstagskind (Henrijedde Öddö ) mit einem Wurststrauß auf. Das klappte sehr gut. Da Kolja a.k.a. Motzki sich ja aufgrund der feierlichen Situation nicht schriftlich äußern konnte, reizte er - zur fröhlichen Unterhaltung eingefleischter Fahneneinroller - engagierte Fußballfans durch meines Erachtens sehr qualifiziert gesetzte Kommentare. Die Opfer wussten sich nur noch mit dem Singen von "Mia" zu helfen. Weggehen hätte es auch getan, aber gut. Es können ja nicht immer alle Wünsche in Erfüllung gehen. Nicht immer.

Weil ick nu orbeiden muss, liebe Jenossen, beende ick diesen undorhaltsamen Kommendor frühzeitisch und vorweise auf die Fungtion des Jästebucheintrags. Herzlichst: Jenossin Sasha auf und davon Grund.

26.6.08 10:58


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EL CAMBIO

Lo que más me gusta es el cambio climático - así que nos acercamos cada día más y más y con una certeza impensable a la apocalipsis hecho por el hombre. Bien, porque acabamos con esta estupidez.

Otro cambio es más personal: Me mudaré el mes que viene - por fin, poque mis ganas de vivir en esté huecón al culón de Münster ya no soporto más. Aunque Dios me puso en buenas condiciones de poder dormir con frequencia en una cama más agradable que l mía. Gracias. Te lo agradezco, porque si no me morería de dolores coronales - si existen. Además me mudo del trabajo - no por voluntad sino por la del jefe. Bueno, digo, poque así no hay que soportar más sus indiferentes explosiones coléricos. Ah! La última mudanza de que puedo contar es una del corazón que está volando y en buen camino al otro pareciendo más fragil e intransparente que el mio. Buen viaje, digo y me despido de mis queridos lectores hasta la próxima.  

24.6.08 12:18


Letzte Berichterstattung vor der Republikflucht

So. Erste Halbzeit verpasst. Macht gar nichts, stellen wir fest, denn es ist ja noch nichts passiert.

Heute spielen Männer in smartem Orange gegen klassische Weiß-Träger. Mittendrin ein paar hübsche Hellblaue. Gemäß der waldorfschulischen Philosophie haben wir beschlossen die Beziehung in den Osten auszubauen und stehen somit in diesem Spiele auf der Seite der weißen Jungs. Weiße Jungs waren auch im Ostseebad Warnemünde am heutigen Nachmittag unterwegs. Wir durften beobachten, wie sie ihre weißen Leiber in brennender Sonne zu Heinz-Streifenketchup verwandelt haben. Oder war es Thomy, der diese Streifenneuheit auf den westdeutschen Markt gebracht hat? Naja, auf jeden Fall ist die Farbkombination auf dem Spielfeld recht hübsch anzusehen.

Als wir in der Pause den Fernseher einschalteten, grinste uns sogleich der olle Sylt-Tourist entgegen – diese dämliche Dreier-Runde mit Johannes B. Schweinkopfsülzer Kerner verursachte fast, dass wir den Fernseher mutwillig zerstörten. Alles gut gegangen. Puh.

54. Ein Perser sieht gelb.

Einer der Russen sieht ganz dumm aus. Ist er scheinbar auch, denn er hat am Tor vorbei geschossen. OH! Nein! Das will doch keiner sehen: Viele Fans im Publikum haben nichts an!

OH! Ja! Das Tor für die Russen! 55. Minute! Der große Bruder stept straight foward.

Ein orangener Typ hat sich auf dem Rasen gefletzt.

Da ist ein Tier auf dem Spielfeld. Ach nein, stellen wir fest, es ist eine Grasfliege auf dem Fernseher. Die macht jetzt, dass der Russe aussieht, als hätte er einen riesigen Pickel in der Fresse.

Die Holländer sehen durchweg scheiße aus. Einer kriegt jetzt Tampons in die Nase.

Ein holländischer Fan sieht aus wie ein Dinosaurier. Mit Stahlspitzen auf seinem lustigen Fanhut. Wie man so scheiße aussehen und dabei ein so ernsthaftes Gesicht machen kann, bleibt uns ein Rätsel.

Torschützer von eben hat Ballkontakt.

63.Minute: Oranje hat den Ball. Vannistel-Roger hat geschossen. Van Persie fuchtelt in der Luft, als wolle er eine Schmeißfliege vertreiben. Van der Fards Flanke unterlaufen.

Das Aquarium schaltet wieder das Licht aus, damit die Fische das Drama nicht erleben müssen. Sie würden elendig zugrunde gehen.

Tini ist müde. Alles was sie sagt, kommt nur noch ostdeutsch zutage. Was geht hier vor?

Torchance verballert.
Von wem? Wie heißt der Arsch?
Die Holländer verkrepeln bei dem Versuch das Ausgleichstor zu schießen. Frikandelfutterer! Wie wär's mal mit weniger Friteuse?

Tini sagt, sie werde eine Elephantenfrau. Ich will auch.

Warum spielen die denn keinen Fußball, da unten?

Erstaunlich – die Katze isst Popcorn.

Van der Fards hat fast n Tor geschossen. Aber die schwarze Sau war zu flink und hat den Ball gekielholt. Der Mann mit dem flachen Hinterkopf schüttelt das Haupt.
So nicht, Freundchen!

Van Nistelpferd ist arschig.
Van Fisterroy, hau ab!

Eine orangefarbene Kreisformation auf dem Spielfeld! Oh ha! Der Kreis hat nichts geholfen – der Freistoß geht ins Leere. Vollpfosten!

Der Moderator hält sich für ziemlich gescheit.
Das hat ihm wohl der Teufel verraten.
Die beiden stecken möglicherweise unter einer Decke. Die Staatssicherheit prüft.

Ibrahim Apfelbrei sorgt für Furore. Wieder nichts. Ach.

Das ist heute kein Spiel für Fußball-Nichtkenner. Mist.

Lauda tu si, omnio seniore!

Ein Holländer schnieft unartig die Innereien seiner Nase auf den Rasen.

Ein Fan heult.

Und das Meijse met de Klompen auf der Fanmeile auch.

Tini kann viele Sprachen.
Zuweilen auch Zungen. Die hat ihr ooch der Deibel verraten.
Unverfrorenheit.

Ein sehr häßlicher und dicker Trainer. Der Mazda-Verkäufer war ne geilere Partie.

Exkurs (denn heute passiert ja nichts in der Arena): Bei unserem Besuchs des Ostseebadekurorts Warnemünde wurden wir Opfer eines tätlichen Brustbegutachtungsaktes. Beim Passieren der Flaniermeile, so im Vorbeigehen – rumms. Daraufhin konfrontierten wir den Täter sogleich mit der Frage, warum er denn ein so gesteigertes Interesse an unserem Busen habe.

Schonwieder nicht das 2:0.

Aber zurück zur Geschichte – denn das Spiel ödet an, meint Tini. Ich werde morgen versuchen das Spiel nachträglich bei der Fußballoberverwaltung wiederholen zu lassen.

Keck forderten wir ihn (den Brust guckenden Genossen) auf, uns einen dreiseitigen Aufsatz zukommen zu lassen, indem er uns seine Wissensbegier über die weiblichen sekundären Geschlechtsmerkmale erläutere. Und dies bitte ohne Kommafehler und mit sorgfältiger Beachtung der neuen Rechtschreibordnung, wie es sich in der deutschen demorkratischen Republik gehört.

Scheiße, ey. In der 85. Minute nun der Ausgleich durch Fisterroy. Das Pferdegesicht, Alter. Oh nein. Es regnet weiße Tulpen auf den Rasen. Wenn die mal nicht ausm Gewächshaus sind, ihr Penner!

Warum kreischt der orange Arschkopp rum, fragt Tini. Ich weiß es nicht. Ich muss mich noch über das Pferd ärgern. Holländische Frauen haben große Möpse. Und sind total behindert. Und riesige Schneidezähne haben sie auch.

Was wird nur geschehen? Gibt’s jetzt wieder diese endlose Verlängerung?

Freistoß für den großen Bruder und zwei Minuten Verlängerung. Der Kommentator erklärt die Verlängerungszeitregeln. Danke.

Gelb-Rot für Kolodin. Er hat einem Orangenen ins Gemächt gegriffen. Einfach so. Zum Ärgern. Das Pferd scheißt rum. Da stimmt was nicht, sagt Tini, denn der blaue Typ fraternisiert mit dem Pferd. Saustall. Es rieht nach Ammoniak.

Kolodin schneuzt vor Wut in sein Trikot.

Sneyder wurde Opfer, übrigens.

Schonwieder das Gruppenrumgesaue vor der Verlängerung – die sind doch alle gay!

Ich hasse Robby Williams. Sie spielen ein Lied von ihm im Stadion und meinen wahrscheinlich, dadurch steigerte sich die Stimmung. Ich stelle den Ton aus. Bei Robby Williams denke ich immer sofort an unzureichende Korperhygiene.

Das Spiel scheint weiterzugehen. Ton an. Ach, der blöde Texter ist wieder am Start. Vielleicht doch wieder aus? Hmpf. Ich bin hin und her gerissen. Hoffentlich gewinnen Matruschkas Söhne.

Wir haben noch eine angebrochene Dose Wodka im Kühlschrank.

Sneyder schießt dem Mann in Grün die Pille in die Arme.

Tini hat ein lack of energy, sagt sie. Vielleicht muss sie mehr Popcorn essen. Oder Räucherfisch. Oder Frikadellen. Oder Pfefferminzschokolade. Oder Kokosschokoladekanninchendrops.

Ich erleide einen unkontrollierbaren Ausbruch abnormaler Lautsprache.

Die sollen die Pille endlich reinhauen, finden wir und beschweren uns über skype beim Bruder über das schlechte Spiel.

Und über die schlechte Kameraführung, denn schonwieder sind nackte Fans zu sehen. Ich empfinde Lust zur Antiperistaltik. Tini schmatzt und liegt unter einer gelben Fleecedecke.

Sneyder hat den Ball. Wir befinden uns laut Logbuch übrigens nun in der 96. Minute und irgendein „lutschenko“ pfostet. Menno.

Ich habe Sonnenbrand, stelle ich gelangweilt fest.

Ich muss etwas zu Trinken besorgen. Tini übernimmt das Cockpit. Ich werde mich nicht beeilen. Torbinski macht irgendwas Gutes mit dem Ball. Aber sooo gut, war's dann doch wieder nicht.

Blabla. Zzz. Van Spasten läuft auf und ab
und ist ratlos stellt der Komentator treffenderweise fest.
Die Torhoffnung der Weißen, Kolodin, verkackt ein weiteres Mal.
Ausstellungsfläche muss hier nicht erarbeitet werden sondern wird einfach gestellt. Ganz wie in alten Zeiten stellen wir Ostbesucher zufrieden fest.
Bumms Rumms. Gelber Kanari für Zhirkaov.
Abseits von van Fistelroy. Die Niederländer sind Bleienten.
Ein an sich fröhliches Volk, stellt der interkulturell kompetente Kommenator fest. Orange scheint nicht immer eine stimmungssteigernde Farbe zu sein. Wir werden dies im Feng-Shui-Ratgeber nachschlagen.
Doch siehe da: Joachim Löw schon wieder hinter Glas und noch immer auf der Suche nach dem verlorenen Schatz. DU FERKEL!

Die russischen Fans brauchen laut Lexlav ein Diätprogramm,
da gesottenes Fläisch kein geeignetes Diätprodukt darstellt.

Alter ich penn ein.

Ein Weisser fällt, aber der Mann in blau ist handlungsunfähig und nicht in der Lage eine handfeste Entscheidung zu treffen. Diese Lethargie und das Phlegma sind mit der gähnenden Langeweile zu erklären die wir brüderlich mit ihm teilen.

Irgendwer versucht mit einem russischen Trainer auf der Tribühne zu flirten.
Der russische Trainer trägt Körbchengrösse B, die Durchnittschgröße der bundesdeutschen Genössin von heute.

Oh! TOR in der 111.!
2:1 für unsere weissen Freunde!

Übrigens ein sehr lustiges Tor, da mit dem Poppes hineingeschubbst.
Wir sind entzückt, denn dies beudeutet früher pennen für uns.
Der Torschütze wird auf dem Boden freundschaftlich von seinen Kollegen zerfleischt.

Action!
Torschütze geht. Dimitri kommt.
Der niederländische Trainer scheint in Sankt Gallen studiert zu haben.
Der frische Russe hätte fast nachgelegt.
Und er schafft es in der 115. Minüde!

Die UdSSR liescht vorn! Applaudiert Genossin Grund.
Wir sind begeistert und rufen zum Boykott von Bananenhandel und Zitrusfüchteverkauf auf.

Lexlav produziert aus dem „Exorzist“ bekannte Laute.
Sneijder und der russische Torhüter finden sich ganz gut. Vielleicht sogar attraktiv.
Van der Vart farzt.
Mehr hat er jetzt anscheinend nicht zu bieten.

O2 und E-Plus haben übrigens den Ausbau des Telekommunikationsnetzes zwischen den alten und neuen Bundesländern scheinbar bis auf Weiteres stillgelegt, gähnt das Lex (oder war es Sasha?).
Nach 122 Minuten hat der Albtraum endlich ein Ende.
Sie will das Cockpitt nicht zurück.
Oder bin ich vielleicht gar nicht Tini sondern Genossin Grund und ihr werdet zu Opfern einer internationalen Verschwörung?

Der Mann mit dem platten Hinterkopf weint vor Glück.
Es gibt nicht einen einzigen attraktiven russischen Spieler.
Ebenso wenig können die westlichen Brüder mit ihrem Aussehen einen Tulpentopf gewinnen.
Das Pferd knatscht und gräbt sein Gesicht in den Rasen.
Das würden wir an seiner Stelle auch tun.

Die Holländer sollen weniger Gras rauchen, sagt das Lex.

Schüss und danke, dass ihr so lieb gelesen habt. - Jetzt schnell weg, bevor die Sülzer Chorspatzen wieder loslegen!
21.6.08 23:51


Wie Fußballfans, Männer und andere über Fußball informierte Spezies über die EM denken, ist ja weitläufig bekannt. Wie Tini und ich darüber denken, blieb bislang im Dunkeln und hat auch niemanden interessiert. Letzteres hat sich nicht geändert – ersteres ändert sich im Folgenden:

Aus gegebenem Anlass der Versuch einer Fussballbetrachtung aus dem Osten der Republik. Aus Sicherheitsgründen meiden wir Public Viewing.

Es handelt sich um ein Turnier der Spitzenklasse – so jedenfalls der Kommentator. Kroatien und die Türkei bekriegen sich. Wir wünschen uns, dass die Türkei gewinnt. Das hat übrigens überhaupt gar nichts mit fussballerischem Wissen zu tun. Egal wie das Spiel ausgeht, sollten wir öfter mal Döner essen. Ich muss Tini gleich mal mein Wissen über die Dönerspieß-Herstellung weitergeben. Bis dahin noch eine Frikadelle auf die Faust.

Blau, rot, blau, rot – Tini, wer ist eigentlich wer?
Achso.

Es wird ziemlich schnell klar, dass der Kommentator mit dem selben Elan der momentanen Berichterstattung wohl auch die Live-Übertragungen vom Bodenturnen moderiert. Ruhig, bedächtig, einschläfernd. Seine Schwiegermutter ist bestimmt begeistert, wenn er zur sonntäglichen Erdbeertorte vorbei kommt – sofern er eine hat. Wenn nicht, dann spätestens nach der EM.

37. Jemand, der so ähnlich heißt wie der muslimische Messias, versucht das Tor zu treffen.
Es klappt wieder nicht. Doofmann.

Tini telefoniert und E-Plus sollte sein Netz im Osten unbedingt ausbauen.

43. Ein Mann namens Tuncay hat Stollen ins Knie bekommen. Bounce! Aber nicht absichtlich, sagt der Mann in Blau. Nun gut, sagt der Schiedsrichter. Hmpf, sagt Tini.

Wir stellen fest, dass die Torwärter öfter mal grüne Shirts tragen. Vielleicht gibt es dazu Regeln. Wir können uns nicht entscheiden: Schwarz sieht immer irgendwie gut aus. Aber grün ist wie Waldmeister und Waldmeister ist eh die beste Wackelpuddingsorte.

Halbzeit. Der Kommentator hält jetzt endlich die Klappe und Günni Netzer schaltet sich ein. Den mag niemand. Er hat sich Botox spritzen lassen und die Doku über die Toupets nicht gesehen. Herr Netzer redet von Spekulationen und Elf-Meter-Schießen. Ich bekomme Lust auf Spekulatius und mindestens elf weitere Spaghetti mit Soße. Morgen soll das Wetter gut werden. Eine der aufreibensten Nachrichten am heutigen Abend. Bounce!

Herr Netzer sagt, er habe heute noch keinen Höhepunkt erlebt. Der Schwiegermuttertyp neben ihm blubbert, während der Anzug Falten schlägt, und meint, dass irgendeinem Spieler Viererketten gefielen. Hä? (Schreiben neben Zuhören ist schwierig... Rushdie? Herr Netzer, was hat DER denn jetzt damit zu tun? Morgen kaufe ich mir eine Einführung in den aktuellen internationalen Fussball.)

Es gibt einen karierten Fanblock.
Wenn man Tore einschmilzt, kann man Beine draus machen, sagt die Werbung. Interessant. Recycling ist doch immer wieder eine gute Idee.

„Zurück auf dem Wiener Rasen,“ sagt der Erdbeertortenschwiegersohn. Tini isst Wiener Würstchen – was für ein nebensächlicher Zufall!

Dem Thema Fussball an sich wurde sich in diesem Bericht bisher unzureichend gewidmet – vielleicht ist die sportliche Form in der zweiten Halbzeit besser. Brainstorming!

Der Bruder hat alle Nudeln aufgegessen. Hmpf.

Nihat. Bounce. Jetzt die Blauen. Ins Aus. Nicht ins Tor. Blöde Idee. Pfiff. Es macht mehr Spaß nur indirekt den Fußball zu kommentieren.

Ein Blauer Mann fällt hin. Ein roter Mann fällt hin. Ein gelber Mann mischt bunte Karten.

Bei dieser EM wollen sich die Trainer augenscheinlich besonders interessant machen und springen wie die Dummen am Spielfeldran rum. Als würden diese alten Männer durch ihr hysterisches Rumgekreische noch irgendetwas ausrichten können. Alle wegsperren – nur dann kommen auch so lustige Nasenbohrer-Aufnahmen wie die vom Herrn Löw zustande.

Eckstoß in der 51. Minute. E-Plus hat das Netz scheinbar recht fix ausgebaut. Der Ball hat eine Torphobie. Ich kann ihn verstehen.

Ich verstehe weder die türkischen, noch die kroatischen Spielernamen.

Tini soll das scheiß Referendariat machen, sagt Riem. Weil sie dann unabhängig sei. Ich bin dafür. Aber nur, wenn's in Münster stattfindet.

KazimKazimKazim (Zitat Kolja) geht.

Lutschi antwortet nicht mehr. Dabei sind wir nicht so sehr behindert.

Im Aquarium geht das Licht aus. Die Fische sollen das Fussballelend nicht sehen.

Es gibt mehr Pfefferminzschnaps und ein Abseits – obwohl Torchance – für eine der beiden Mannschaften...

Mein Kochen fand ich geil. Tini muss mir zustimmen.

Tinis Fuß juckt.

Vielleicht war's wieder eine dieser fiesen  ostdeutschen Mücken.

Die Katze ist aufgeregt.

Hat jemand den Silberrücken schon gesehen? Nein? Liegt vielleicht an den schlechten Torchancen der Kroaten.

Tini setzt sich jetzt genau vor den Fernseher um den schönsten Spieler zu finden. Dabei beisst sie sich in den Fuß.

Spielt der Trainer jetzt mit? Oder versucht er vom Spielfeldrand aus Mazdas zu verkaufen?

Kümmel.

Der Ball fliegt übers Tor hinaus. Ein blauer Mann hat Schuld.

Hamit soll sich die Haare schneiden, finden wir. Der Autoverkäufer soll das mal die Luft ablassen, der aufgeplusterte Trainer, der. Der eine blaue Spieler soll sich unbedingt eine Zahnspange zulegen – damit muss doch heutzutage niemand mehr leben, oh Himmel!

Nur wenige Leute fallen heute hin. Nicht wie gestern, als Cristina Ronaldinha gefaked hat, die Kuh.

Oh, schonwieder hat der Ball sein Eigenleben realisiert.

Der Bruder sagt, es würde nix mehr reingehen. Ich meine das Tor, er meint den Magen und bezieht sich auf die Nudeln.

Schonwieder senile Torflucht des Fussballs.

Im Ostdiscount hat Tini eine Trabbikarte gekauft. Der Trabbi ist aber irgendwie falsch designed. Kann man die Karte zurückbringen? Oder sind Regeressansprüche bereits verjährt?

Ecke in der 74. Minute. Ganz schlecht, sagt der Erdbeertortenmann. Heisst der Mann wirklich Rosetti? Und wenn ja, ist er dann tatoowiert?

Topal soll sich auch die Haare abschneiden, meint Tini. Dem Bruder isses egal – er greift zum Käsebällchen. Anschließend wundert er sich über den Text auf der Sektflasche. Was geht hier eigentlich ab? Was ist „suppliciert“?

Kuckuck? Wann wird der Ball endlich gedroschen?

„Anflehen“, isses.

Oh, eene Ooahrfeische! Eene Backpfeife von beeden. Was jeeht hior app?

Der Bruder mag die Trikots der Kroaten. Des Schachbrettes unter den Achseln wegen.

In Wien soll eine komische Stimmung herrschen. Ein morbides Ambiente. Sagen wir alle. Und bekommen absurder Weise – und ekelhaft isses ooooch – Lust auf Wiener Schnitzel.

Der Bruder hat Kopfschmerzen und muss sich an den Kopf fassen. Die Katze ist aufgeregt.

Freistoß für Gürkan. Ach nee, der hat den anderen getreten und nur den Freistoß provoziert. Der Modrige darf schießen. Hoffentlich reisst sich der Ball zusammen!
 Die Katze stresst. Aua.

Der Mann im scharfen Schwarz hat dem Ball in seiner Phobie geholfen. Der Erdbeertortenschwiegersohn ist mindestens so aufgeregt wie die Katze.

Rushdi schießt.

„Er klärt ....blabla....“ - We love Fussball-Vokabular.

Auch Türken haben einen Steiß, stellen wir beim Aufprall des Selben auf die Spielfläche fest.

Dem Bruder gefällt mein Vokabular nicht. Schnauze, Fury!

Der Autoverkäufer macht gerade ein Geschäft mit dem Mazda – der Linienrichter zeigt Interesse und Bein. Der moderne Mann von heute muss sich schließlich auf die Wiedergeburt vorbereiten.

Jetzt erst verstehen wir, warum der Silberrücken noch nicht im Bilde war – er ist gesperrt, informiert uns der Bruder. Na gut. Warum gucken wir eigentlich dann dieses langweilige Spiel?

Normal sei ich nicht, sei überhaupt gar nichts mehr, sagt der Bruder.

Raketitsch – oder wie man den schreibt – rammelt gegen die Bande und kriegt Gelb.

Der Schiedsrichter ist entzückt. Nihat foult. Rot diskutiert. Gelb pfeift. Blau hat den Ball. Kommentator babbelt. Rushdie schmeisst sich auf die Pille.

Und trotzdem nix passiert.

Rushdie hat Nerven wie Drahtseile.

3 Minuten Nachspielzeit.

Der Moderator ist kryptisch, sagt der Bruder, und will ihm trotzdem zuhören.

Drei Mann bauen eine Mauer. Der Moderator pisst sich in die Hose vor Lachen, giggelt Tini, weil Rushdie schonwieder gehlten hat.

„Kopfball – zack – schonwieder,“ kommentiert Tini.

Tony hat kaputte Füße.

Die Käsebälle werden langsam aber sicher vernichtet und finden ihr Ende dort, wo die Sonne nicht scheint und die Spaghetti warten.

Och nö! Zweimal fünfzehn Minuten mehr. Das ist doch shittig, sag ich, und weise Tini darauf hin, dass das Glas nur noch halb voll ist.

Gruppenmassage. Geil. Sauerei!

Oh, es geht schon weiter. Gute Flanke, sagt der Kommentator. Ich persönlich habe nicht hingeguckt.

Tinis Bauch ist mutiert. Meiner auch. Weil wir fressen wie die Irren, sagt Tini. Der Bruder sagt, dass alles ok ist, solange wir keine Verstopfung haben. Diagnose befriedigend. Nein, der Storch war nicht da. Aber wir haben heute einen gesehen. Klapp, klapp, ciguena.

Der kroatische Trainer sieht aus wie ein Franzose – ich kanns nur noch einmal wiederholen. Der Bruder sagt, er wirke eher wie ein Versicherungsvertreter im Aussendienst. Tini spastet und teilt uns ihre Meinung in Klick-Lautsprache mit.

„Auf Wunsch beledern wir ihnen auch die Schlüssellochrosette.“ zitiert der Bruder ein ortsansässiges Autohaus. Was ist hier eigentlich los? Hat denn wirklich niemand mehr Anstand? Sogar Aalfechte wird heutzutage schon obszön in den Dreck gezogen.

Zurück zum Fussball. Ach nee, es geschieht nix. Nihat. (Der einzige Spieler, den ich erkenne.) Aber auch jetzt gibt es keinen Strafstoß. „Die Pfeife bleibt stumm.“

Warum tragen die Trainer alle weiße Hemden? Wer das zu beantworten weiß, bekommt ein Käsebällchen, wenn er möchte.

Alles fließt, sagt Tini, meint das Spiel und will Pfefferminzschnaps mit Sekt mischen.

Senile Feldflucht.

Ich habe schon fünf Seiten geschrieben. Und Schluckauf. Scheiße. Hör auf an mich zu denken, du Penner!

Ich habe nur noch vier Minuten Zeit für das Glas. Wo bleibt der Fussball? Der Waldmeister schießt immer nur ins aus. Waldmeisterschnaps wäre geiler als Pfefferminzschnaps, aber daran müssen wir halt morgen arbeiten. Oh – nur noch drei Minuten. Was das für ein Druck ist!

Puh. Gerade noch fertig geworden. Die Leute auf dem Spielfeld auch. Für die zweite zweite Halbzeit jedenfalls. Und immernoch kein Tor. Was soll das denn? Dann doch bitte wenigstens mal Elfmeterschießen. Das wäre spannend.

Der Mann heißt gar nicht Rushdie, sondern Rüstü. Achso. Egal. Ich habe mich bereits an Rushdie gewöhnt.

Grätsche. 39 Meter Freistoß für die Kroaten. Ach, dran vorbei. Wie erstaunlich.

Der Kommentator meint, das Spiel sei nichts für Fussballästheten. Aha. Interessiert mich nicht, aber ich kann mal einen fragen, ob´s stimmt. Wenn nicht, schmeiße ich mein Studium und werde Fussballmoderatorin.

Nihat. Wie alt ist der eigentlich?

Tini furzt mit dem Mund – auf die Frage hin, ob sie irgendetwas äußern möchte. „Fußball ist ein Arschloch“, sagt das brotherheart. Der Trainer sieht scheiße aus.  Der Spieler auch. Wer denn? Keine Ahnung. Jedenfalls niemand, dessen Namen wir verstehen. Ich könnte mir einen Döner vorstellen.

Pfefferminzschnaps.

Bounce.

Gelbe Pfeife, Nihat, dran vorbei. Warum wusste ich das nur?

Oh – Der Vorspieler der Türken zeigt Bein. Kahveci. Aha. Verletzung, sacht er. Und das in der 116. Minute.

Der Waldmeister wolle ausm Tor rausspringen. Musste er nicht. 117. Minute.

Bruderherz hasst Fussballer, ist aber Fussballfan, mag Hallenhalma und Rugby. Mühle mag er nicht. Ist ihm zu staubig, aber bei Regen bevorzugt er Halma.

118. Minute! Haaaaaaaaaa! Die ollen Kroaten ham n Tor geschossen. Och nö. Warum hab ich nur niiiiie recht, was die Torprophezeihungen betrifft? Fuck you, das hat ma überhaupt nix mit Spielen und Glück zu tun! Der scheiß Erdbeertortenfresser kann noch nicht mal richtig lesen. Bei mir wars die 118. Minute – bei ihm die 119. Idiot. Geh ma Schule, Alder! Wo ist der Silberrücken?

NAAAAAAAAAAAAAIN! Ausgleich! Ich melde mich im Fussballverein an! Morgen! Nein!  Jetzt! Wie lustig. Die Penner. Und niemand hats gesehen, weil alle schon eingeschlafen waren. Rushdie, der alte Literatensucker!  Der Mazda schein vertickt.

Was jetzt?

Massage.
Ich werde auf jeden Fall Fussballerin.
Ich werde auf jeden Fall noch mehr Pfefferminzschnaps zu mir nehmen.
Ich werde dafür sorgen, dass meine Mannschaft von Pfefferminzschnaps gesponsort wird.

Elfmeterschießen.

Achtung: Spannung!
Vielleicht.

Paff, der Kroate hat vorbei gekickt.

Bounce, Arda hat getroffen. Armer Ball. Ich stelle fest, ich habe die ganze Zeit Arda für Nihat gehalten. Mist. Vielleicht doch keine Fussballerkarriere für mich.

Der Kroate hat reingedroschen.

Die Türken beten. Mohammed kommt nicht sturzgeburtsmäßig ins Stadion geplatzt.

Sie treffen und der Geist zappelt wieder ab.

Die Kroaten müssen weiter reinprellen, sonst Sense. Vorbei. Pansen, der doofe Kicker!

Die 22 für die Türken. Noch ein Mazda über den Tisch gegangen?

Jetzt hat´s der Kroate schwer. Aber er hat auch Segelohren. Vorbei.

Die Türkei wird gegen Deutschland spielen! Mamis, holt die Kinder von der Straße! Omas, räumt die Kissen von der Fensterbank! Und wir – wir müssen uns einschließen. Oh Gott, das kann ja heiter werden. Oh Muhamma, das wird ne Sache!

Oh jeh – die Kroaten tun uns leid. Und wir selbst tun uns auch leid. Denn wir wagen nicht zu ahnen, was genau geschehen könnte... oh my very godness, nos cagamos en la puta hostia, tios!

Gracias por su atención, Tini y Sasha.


20.6.08 23:42


Ego mahnt

Tja. Das hat man nun davon. Da tippt man sich die Leiden und Unleiden vom Seelchen und keine Sau wills wissen. Naja. Quod erat demonstrandum... man hätte es sich ja denken können. Und wie der Oppa immer schon sachte: Getipptes Leid ist halbes Leid. Hat er gesacht, sachte er. Woll. 

Nachdem nun meine Aussteuer wieder mal umgezogen ist - ein weiteres Mal ohne ihre Besitzerin - muss sie sich daran gewöhnen, bald wieder unterm direkten Stiefel zu stehen und das Eigenleben in Kellern und Verließen aufzugeben. Bums. Niemand hat´s leicht. Schon gar nicht die Kommode, die fette Kuh. Apropos Kuh: Meine Patenkuh will besucht werden und das im Zweifel auch noch von Spaniern und solchen, die gerne welche wären. Wenn da nicht nur diese blöde Mitfahrgelegenheitsdesoption wäre und Herr Mehdorn nicht so eine geizige Ausgeburt! (Jaja, persönlich kann er ja nichts dafür und dagegen und blabla...)

Trotzdem. Das kommt uns nicht gelegen. Avis verhält sich gerecht. Mal sehen ob´s solvente Kreditkarteninhaber auch tun - dann hätte die Reisegruppe noch Chance auf FKK in Markgrafenheide. ...obwohls am KÜ natürlich auch "großartig" war.

Gedankennotiz: Wenn EM ist, dann auf gar keinen Fall über den deutschen Wohlstand reden. Zumindest nicht in der Öffentlichkeit.

18.6.08 13:40


Ballast abwerfen - für geistige Sommerfitness sorgen

Im Spion wurde bereits vom Sommer-Six-Pack geredet - in Form von angenehmen Bauchwellen, bzw. nicht minder angenehmem Erfrischungsgetränk. Gott sei Dank ist Petrus dem König Fußball nicht konsequent gnädig gestimmt und versteckt kurzzeitig das gute Wetter. Chance für alle Sportler mal wieder durch die Lieblingsbeschäftigung - und nicht von allein - ins Schwitzen zu kommen. Chance für den Body, Chance für die Fitness.

Doch wo bleibt der Geist? Der Kopf? Das Hirn? Völlig Fußball-gesottene Köpfe wanken Fahrrad-fahrfuchtelnd durch Münster, Fahnen wehen vornehmlich an winzigen Fiestas oder riesigen Bonzenkutschen. Public Viewing interessiert nur bei Deutschlandspielen - ansonsten gibt´s den gesellschaftlichen "Wir-Kick" dank gruppendynamischer Hooligan-Sounds ja nur bedingt. Deshalb wird´s Zeit mal wieder aufzuräumen. Raus mit den miefigen alten Schuhen! Weg mit den mentalen Altlasten! War nicht auch wirtschaftlicher Aufschwung durch die WM propagiert? Wenn schon das damals nicht klappte und die Idee ideologischer Neuanfänge auch schon andere hatten, dann müssen neue Perspektiven im Kleinen her. Frühjahrsputz versäumt? Macht nichts - bis zum Ende der EM ist ja noch Zeit Neues zu formulieren - vor dem Spiel ist nach dem Spiel. Und ob die Wirtschaft nun tatsächlich zu schwingen beginnt - oder der Six-Pack - ist ja erstmal egal: Hauptsache leichter. Und entschlossene 11-Meter-Entscheidungen. GOAL!

12.6.08 15:32


Erschreckend nackt und nackt erschreckt

Jaja, großer Spiegel-Aufriss, Dankeschön und aus gegebenen Anlass und ein Auslass über FKK. Und zum Einstieg Folgendes vorweg: Zum tausendsten Male an alle, die noch immer wieder und wieder fragen: Ja, in der DDR gab es FKK. Ja, ich habe es auch gemacht. (Als wäre es wie koksen...) Nein, es hat mir nichts ausgemacht - weil ich sechs war. Punkt. 

So langsam sollte sich vor Augen geführt werden, dass das, was Milka mit der DDR anstellte, die FKK mit dem Westen tat: überrollen! Sogleich gesellte sich nach dem Mauerfall zur neuentdeckten kapitalistischen Gier auch die Scham und die Geschlechter packten sich in strechy Woolworth-Badewäsche ein. Der Westen hingegen baute Solarien, die man betont witzig (und total verfehlt) "Sun-Expresso" nennt um sich erstmal ungesehen und trotzdem nicht zu Hause auszuziehen. Und neulich am KÜ: Nackte! Wessis! Nicht jung! Und dann noch rasiert... There´s something going on - maybe wrong - in Germany....

10.6.08 13:50


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